Tour d’Energie – Vorbereitung

Die Tour d’Energie in Göttingen startet bereits diesen Sonntag. Die Tour d’Energie ist nicht nur das erste Rennen des German Cycling Cup (GCC) sondern ist mit seinen 1000hm auf 100km eine ganz besondere Herausforderung für alle Fahrer. Das Höhenprofil der 100km Strecke beeindruckt mich, fordert mich aber auch heraus und das ist auch der Grund weshalb ich mich angemeldet habe und dieses Jahr mitfahre.
In schwachen Momenten frage ich mich manchmal, was ich da eigentlich zu suchen habe? 100km – bin ich natürlich schon gefahren – 1000hm? Nee, bis jetzt noch nicht. Ich lebe doch in Hamburg und so viele Steigungen gibt es hier nun leider nicht. Auf der Elbe Classics vor zwei Wochen konnte ich zwar in den Harburger Bergen mehrere Höhenmeter sammeln, aber da kam ich auch nur auf 462hm – nicht einmal die Hälfte. Dazu muss ich aber sagen, dass mir diese 462hm nichts ausgemacht haben. Hinzu kommt, dass mein Trainingsstand in diesem Jahr mal wieder nicht so gut ist wie ich es eigentlich geplant hatte. Die letzten zwei Wochen war ich auf Grund des miesen Wetters gar nicht auf der Straße.


Meinen Bericht zur Tour d’Energie 2017 findet Ihr hier.


Was allerdings für mich spricht, ist dass ich statt dessen im Fitnessstudio war und eine Menge Zeit auf dem Spinning-Bike verbracht habe. Ja, ich weiß: Spinning ist nicht Fahrradfahren, aber: Ich habe ordentlich den Widerstand hochgedreht und das Bergfahren trainiert. Diese Woche kommt noch ein lockere Runde auf dem Spinning-Bike und dann heißt es erst einmal Kraft tanken.

Aber wie bereitet man sich denn nun optimal auf so eine Tour vor?

Image: tourdenerie.de

Ganz ehrlich, ich kann es nicht sagen. Natürlich sollte man Rennradfahren und schon mal Kilometer und Höhenmeter sammeln, aber ich habe auch keinen Bock krank zu werden bei den Temperaturen und im richtigen Moment – wenn das Wetter dann mal gut ist – auch Zeit zu haben (als Familienvater), ist halt nicht immer leicht. Auch wenn jetzt einige von Euch den Kopf schütteln mögen: Ich fühle mich in der Tat gut vorbereitet.

Meine Strategie für die Tour d’Energie

Natürlich denke ich seit Wochen über nichts anderes mehr nach. Dass ist auch meine Art sich auf ein solches Event vorzubereiten, natürlich neben dem Training. Ohne Strategie und Ziele die man sich setzt, kann man ein Rennen mit so vielen Höhenmetern auch bestenfalls im Besenwagen beenden und dass habe ich auf keinen Fall vor.

Welche Zeit möchte ich erreichen

Ich habe mir die Ergebnisse über die 100km Distanz der Tour d’Energie Teilnehmer aus dem letzten Jahr mal angesehen. Der Schnellste benötigte 2 Stunden und 36 Minuten und der Langsamste 4 Stunden und 39 Minuten. Ich möchte also irgendwo in der Mitte Liegen 🙂

Mein Ziel: 3 Stunden 40 Minuten

Das wird eine harte Nummer, aber ich werde kämpfen.

Wie fahre ich die Berge

Um sich eine Strategie für die Berge zurecht zu legen, muss man sich erst einmal das Streckenprofil ansehen
Quelle: tourdenergie.de
Die ersten 35km geht es fast nur bergauf. Das wird auf jeden fall hart. Dann hat man ca 15km etwas Zeit für die aktive Regeneration, bevor es 300hm auf 7km bergauf geht. Im Anschluss kommt eine kurze Abfahrt, bevor es weitere 270m auf den Hohen Hagen geht. Hier ist dann wohl das Schlimmste geschafft. Im Anschluss geht es die letzten 25km fast nur noch bergab in Ziel. Ach ja: Ich muss meine Bremsen noch mal nachstellen.
Ich habe in jedem Fall geplant mein eigenes Tempo an den Steigungen zu fahren. Entspannt, Konstante Trittfrequenz und nich zu viel Kraft aufwenden. Ich habe mir einige Videos aus den letzten Jahren am Hohen Hagen angesehen und da haben eine ganze Menge Fahrer ihr Rennrad hochgeschoben, dass will ich nicht. Und wenn ich mit dem Rettungskranz da hoch schleiche: ES WIRD NICHT GESCHOBEN! Ist zumindest mein Vorsatz.

Fazit

Ich fühle mich stark wie ein Bär und werde den Berg besiegen! Ich freue mich schon auf das kommende Wochenende, wünscht mir Glück!

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