Aus der Schweiz bis in die Allgäuer Achterbahn – Finale

In diesem Teil meines Reiseberichts nehme ich Euch mit auf die letzten vier Etappen unserer Bikepacking Tour im Sommer 2022. Unsere letzte Etappe war unglaublich beeindruckend. Der Furkapass, Andermatt und der Vierwaldstättersee lagen auf unserer Route und können Landschaftlich kaum zu toppen sein.

Hier geht es zu Teil 1 dieser Reise

Schweizer Berg-Romantik
Schweizer Berg-Romantik

Die Collection zur gesamten Tour findest Du bei Komoot: Bikepacking 2022

Etappe 10 - Vom Vierwaldstättersee bis nach Rüti

So langsam beginnt hier schon das Ausrollen! Wir fahren Morgens am Vierwaldstättersee in Flüelen erst einmal zum nächsten Bäcker, in dem merkwürdigen Hotel wollten wir nichts essen. Die Bäckerei im Ort bot aber ein schönes Frühstück an. Nachdem wir etwas gestärkt waren machten wir uns auf den Weg, den Wunderschönen See entlang. Hie wurden uns sehr schöne Ausblicke und Fahrradtunnel geboten. Leider aber auch ein paar sehr knappe Radwege auf der Landstraße.

Der Vierwaldstättersee ist einer der schönsten Seen der Schweiz. Er ist von atemberaubenden Bergen umgeben, und das Wasser ist so klar, dass du den Grund sehen kannst. Er ist ein großartiger Ort für eine Bikepacking-Tour, und es gibt auch einige schöne Dörfer in der Nähe, in denen du essen gehen oder übernachten kannst!

Wir machten am Ende des Sees in Brunnen noch eine Kurze Pause am Supermarkt und dann ging es auch schon in den einzigen richtigen Anstieg des Tages. Es ging erst wieder auf einer unliebsamen Landstraße den Berg hoch, bevor wir abbogen und eine verdammt steile Straße in einen kleinen Ort fuhren. Hinter dem Ort kamen wir auf eine dieser kleinen Straßen, weshalb man so eine Bikepacking Tour überhaupt macht. Wir konnten die Landstraße nur noch ganz klein von oben erkennen und genossen die schöne Strecke.

Hochmoor Rothenthurm

Wir waren nun wieder auf knapp 1000m Höhe und kamen bald zu einem Hochmoor. Ich wusste gar nicht, dass es sowas gibt. Das Hochmoor Rothenthurm ist ein Hochmoor, das in der Gemeinde Rothenthurm im Kanton Schwyz, Schweiz, liegt. Es ist das größte und am besten erhaltene Hochmoor der Schweiz. Das Hochmoor wurde im Jahr 1923 zum Naturdenkmal erklärt. Wir haben das Hochmoor genutzt um eine kleine Pause einzulegen und etwas zu essen.

Hochmoor Rothenthurm
Hochmoor RothenthurmH

Zürichsee

Wir hatten uns vorgenommen an diesem Tag zumindest noch hinter den Zürichsee zu kommen. Unsere Route führte uns über den Seedamm bis nach Rapperswil, wo wir uns in ein Kaffee setzten um eine Unterkunft zu suchen.

Rapperswil
Rapperswil

In Rapperswil waren die Unterkünfte schon wieder so teuer und die Beschreibungen versprachen nicht viel. Also suchten wir noch etwas weiter außerhalb. Wir entdeckten tatsächlich in 10km Entfernung etwas, dass wie ein richtiges Hotel aussah. Wir mussten also noch bis nach Rüti und siehe da: Von außen sah es schon mal wie ein Hotel aus!

Wir kehrten noch kurz in einen Supermarkt ein und holten uns viele Leckereien zum Essen. Wir hatten richtig Glück an diesem Tag. Wir bekamen ein Zimmer im Erdgeschoss, mit einer Terrasse und konnten so unsere Räder vor die Tür stellen. Außerdem konnten wir auf der Terrasse abends gemütlich essen und ein Bierchen trinken.

62km bis nach Rüti
62km bis nach Rüti

Etappe 11 - Von Rüti nach Lindau

Nun waren wir auch schon über den Zürichsee und heute wollten bis nach Lindau, auf der anderen Seite des Bodensees kommen. Nach einem tollen Frühstück in Hotel in Rüti ging es für uns wieder auf die Straße. Das Wetter sah heute nicht ganz so gut aus und es sollte auch noch etwas Regen geben, all zu viel wurde es aber nicht.. Wir mussten noch über eine kleine Gebirgskette rüber und es wurde wieder richtig schön.

Hier waren wir doch schon mal

Irgendwann kam der große Anstieg des Tages zum Hulftegg und bereits im ersten Stück kam mir die Straße irgendwie bekannt vor. Diese Straßen sind Marcus und ich bereits vor ein paar Jahren gefahren, aber ohne Gepäck. Wir haben nämlich schon mal eine Woche am Bodensee Urlaub gemacht und haben von dort immer Tagestouren unternommen, unter anderem auch auf den Hulftegg.

Oben angekommen gönnten wir uns erst mal einen Kaffee in der Gastwirtschaft. Von nun an kamen nicht mehr all zu viele Höhenmeter auf uns zu, es kamen noch ein paar Wellen und dann sollte es bergab gehen, immer Richtung Bodensee.

Unten angekommen ging es an einem Fluss entlang, schön flach eben und nur ab und zu an Straße. Hier in diesem Abschnitt hatte die Schweiz wieder ein paar schöne Radwege zu bieten. An einer Bank am Fluss machten Pause und aßen die Verpflegung, die wir noch dabei hatten, eine Mittagspause haben wir uns Heute mal gespart.

In Rorschach am Bodensee wollten wir die Fähre nach Lindau nehmen, bzw. eine Haltestelle vorher in einem Lindauer Vorort aussteigen. Hier hatten wir nämlich unser Hotel gebucht. Wir mussten noch etwas auf die Fähre warten, weshalb wir noch einen kleinen Döner-Stopp eingelegt haben. Dann ging es aber endlich mit der Fähre wieder nach Deutschland. Die letzten Schweizer Franken wurden noch in zwei Bier auf der Fähre investiert. Gute Investition.

Wir fuhren noch schnell zu unserem Hotel, welches sehr schön war und checkten ein, duschten und gingen dann noch einmal nach Lindau um was leckeres zu essen. Es hört sich zwar total doof an, aber wir waren froh wieder in Deutschland zu sein. Die Schweiz sieht mich so schnell nicht wieder.

80km bis an den Bodensee
80km bis an den Bodensee

Etappe 12 - Achterbahn im Allgäu

Heute ging es für uns nach einem wunderbaren Frühstück wieder auf die Räder und ins Allgäu. Der Tag hat wieder einmal gezeigt, was für schöne Landschaften und Regionen wir in Deutschland haben. Wer noch nicht im Allgäu war, sollte mit seinem Rad da unbedingt mal hin, ich bin immer wieder begeistert. Im Allgäu geht es in wunderschönen Landschaften immer auf und ab, wie in einer Achterbahn!

Das Allgäu ist eine malerische Region im Süden von Deutschland. Es ist bekannt für seine sanften Hügel, üppigen Wälder und ruhigen Seen. Das Allgäu ist ein beliebtes Reiseziel und bietet eine Vielzahl von Aktivitäten und Attraktionen wie Wandern, Radfahren, Skifahren und Schwimmen. Besucher können auch die traditionelle deutsche Küche und Kultur sowie die wunderschönen Landschaften der Region genießen.

In der zweiten Hälfte der Etappe war die Achterbahn nun nicht nicht mehr ganz so intensiv. Es ging immer noch auf und ab, aber man konnte weit blicken. Es war schon wieder sehr heiß geworden - über 30°C - und war mal wieder sehr dankbar über meine vier Trinkflaschen. Nach 76km, wir führen gerade eine kleine Abfahrt, tauchte aus den grünen Wiesen plötzlich die Basilika Ottobeuren vor und auf. Ein sehr schöner Anblick.

Die Basilika Ottobeuren ist eine wunderschöne Barockkirche in Ottobeuren. Die Basilika wurde im 18. Jahrhundert erbaut und ist bekannt für ihre beeindruckende Architektur und ihr atemberaubendes Inneres. Die Kirche beherbergt auch mehrere Kunstwerke, darunter ein Gemälde von Michelangelo.

In Ottobeuren machen wir noch eine kurze Eis Pause und füllten unsere Flaschen ein letztes mal auf. Es ging nun auf die letzten 30km des Tages bis nach Bad Wörishofen wo wir ein gemütliches Zimmer in einem Kur Hotel bezogen.

Letzte Kurve
Letzte Kurve
107km von Lindau bis nach Bad Wörishofen
107km von Lindau bis nach Bad Wörishofen

Etappe 13 - Ende in Starnberg

Heiß, Heißer, Gewitter... Was für eine Hitze Heute! Der Vortag war schon heiß, aber heute wurden wir gebraten. Unser erster Zwischenstopp sollte Heute in Landsberg am Lech sein. Es waren ca. 26km bis zum Kaffee. Landsberg war richtig schön! Eine gut erhaltene alte Promenade entlang der Lech und wäre es nicht so früh gewesen, hätten wir hier auch länger Pause gemacht.

Nun ging es entspannt über die letzten Hügel am Ammersee vorbei, wo wir Mittagspause machten und etwas Schatten suchten.

Gestärkt ging es in den Endspurt bist nach Starnberg.

Nachdem wir im Hotel in Starnberg eingecheckt hatten wollten wir noch einmal in den Starnberger See springen. Wir mussten etwas bis zur Badestelle laufen, aber der See tat wirklich gut. Dies war nun unsere letzte Etappe und irgendwie schaltet man dann ganz schnell wieder in den Normalo Modus. So langsam zog es sich zu und wir gingen zurück zum Hotel. Als wir dann beim Essen saßen ging auch schon das große Gewitter los.

Der Starnberger See ist ein schöner See in Süddeutschland, der von malerischen Bergen umgeben ist. Der See ist ein beliebtes Touristenziel und bietet viele Aktivitäten wie Schwimmen, Bootfahren und Angeln. Am Starnberger See gibt es auch viele interessante historische Stätte, darunter die Ruinen eines Schlosses, das einst der bayerischen Königsfamilie gehörte.

Abreise

Am nächsten Morgen sind wir dann mit der S Bahn von Starnberg bis nach München gefahren und mussten uns noch den ganzen Tag in strömenden Regen in München verbringen. Unser Flix Bus ging erst am Abend und so tingelten wir noch etwas durch die Stadt.

Fazit

Es war mal wieder eine tolle Reise. Auf meiner nächsten Bikepacking Tour kommen aber garantiert wieder die Geländereifen drauf, denn von Straßen habe ich die Nase voll. Zuhause sind Straßen ok, im Urlaub dann doch gerne Wald und Berge auf Gravel. Die Schweiz werde ich in Zukunft meiden, Frankreich hat bei mir einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. In das Allgäu habe ich mich erneut etwas verliebt, zum Fahrradfahren einfach perfekt. Ich hoffe es hat Euch etwas gefallen.

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