Von Frankreich in die Schweiz – Bikepacking 2022 Teil 2

In diesem Teil meines Reiseberichts geht es weiter durch Frankreich, bis wir schließlich in der Schweiz sind. Wir durchqueren das wunderschöne Wallis und es gibt natürlich ordentlich Höhenmeter und wunderschöne Landschaften.

Zum ersten Teils meines Reiseberichts geht es hier: Bikepacking 2022 Teil 1

Col du Ballon d'Alsace
Col du Ballon d'Alsace

Die Collection zur gesamten Tour findest Du bei Komoot: Bikepacking 2022

Etappe 4 - Von Saint Maurice sur Moselle nach Saint Hippolyte

In Saint Maurice sur Moselle haben wir in unserem Hotel erst mal ein hervorragendes Frühstück von unserer Gastgeberin bekommen. Die Stärkung war auch wirklich notwendig, denn es sollte direkt in den Anstieg auf den Col du Ballon d'Alsace gehen. Auf 9 km ging es etwas über 600 Höhenmeter hinauf, auf 1165 m.

Der Beginn eines langen Aufstiegs
Der Beginn eines langen Aufstiegs

Die Straße hatte einen guten Belag und wir konnten die Strecke entspannt und in unserem eigenen Tempo hinauf fahren. Zwischen durch zeigten uns Straßenschilder immer, wie weit es noch bis zum Gipfel ist. Ich bin mir noch immer nicht sicher, ob dass nun hilfreich war oder nicht 🙂

Nun ging es bergab

Nun es sehr schön bergab und wir wurden mit einem tollen Panorama belohnt.

Ein schöner Blick vom Col du Ballon d'Alsace
Ein schöner Blick vom Col du Ballon d'Alsace

Nach der über 10 km langen Abfahrt kamen wir in ein kleines Dorf, wo in der Mitte ein kleiner Krämerladen war. Nun wollten wir uns etwas stärken und riskierten mal einen Blick , was es denn so gab. Zwei Käsesandwiches lächelten uns an und diese Sollten es in sich haben. Die Sandwiches kamen noch in den Ofen und wir meinen vier schichten leckeren Käse identifiziert zu haben!

Käsesandwich mit vierfach Käse
Käsesandwich mit vierfach Käse

Von nun an ging es recht flach weiter durch schöne Wälder und ebenso schöne Städte.

Hotel suche

Heute sollte es für uns bis Saint Hippolyte gehen. Eigentlich hatten wir noch ins Auge gefasst, den nächsten Berg zu nehmen und noch 30 km weiter zu fahren, doch die letzten Kilometer auf der Landstraße hatten uns ziemlich genervt. Viel zu viel Verkehr und viele LKWs. Laut Booking hatte in Saint Hippolyte kein Hotel für uns, also beschlossen wir vor Ort zu gucken. Das erste Hotel hatte tatsächlich keinen Platz mehr für uns, beim zweiten hatten wir dann aber Glück.

Wir wollten zuerst im Ortskern etwas essen gehen, aber es war Regen vorausgesagt und es zogen bereits Wolken auf, weshalb wir beschlossen im Hotel zu essen. Das Essen war wirklich sehr lecker.

Wir beschäftigten uns schon einmal Alternativ-Strecken für den nächsten Tag, auf die Landstraße hatte ich überhaupt keinen Bock, da bin ich sehr sensibel. Wir fanden eine Tolle Alternative am Fluss entlang, die uns positiv überarschen sollte.

92 km - Von Saint Maurice sur Moselle nach Saint Hippolyte

Etappe 5 - über die Berge in die Schweiz

Von Saint Hippolyte nach Neuchatel

Auf unserer heutigen Etappe wollen wir die Schweizer Grenze überqueren. Am Abend zuvor hatten wir schon mal nach einer Alternativroute geguckt, um die viel befahrene Landstraße zu umfahren. Wir hätte auch unsere Pläne geändert um dass zu tun, denn nicht ist wichtiger als Spaß auf der Tour zu haben. Wir entdeckten eine kleinere Straße auf der anderen Uferseite in Saint Hippolyte, diese Straße sah aus wie die alte Landstraße in der Region. Komoot war mit der Straße einverstanden und es war tatsächlich nur ein kleiner Umweg.

Es regnete und mussten eh noch einen Stopp am Supermarkt und an der Apotheke einlegen, was in Saint Hippolyte beides vorhanden war. Als wir alles erledigt hatten, ging es auch schon auf die alte Landstraße. Wir hatten tatsächlich den richtigen Riecher, es führen die ersten 20 km vielleicht vier Autos an uns vorbei und die Steigung nach Maiche erfolge auf einer ganz kleinen Geteerten Bergstraße ohne Verkehr.

In Maiche regnete es noch immer, aber es war nicht kalt und gönnten wir uns eine Pause an einer vielversprechenden Patisserie. In dieser Patisserie haben wir unser einziges Stück Kuchen des Urlaubs gegessen, waren wir tapfer 😀

Maiche war ein sehr schöner Ort, dem wir unserer Reise mal wieder nicht gerecht wurden. Immerhin haben wir eine Kaffee und Kuchen Pause gemacht.

Schweizer Grenze im Nirgendwo

Es ging von Maiche noch ca. 12 km bergauf, bevor wir eine wunderbare Abfahrt genießen konnten.

In gesamt hatten wir uns an diesem Vormittag, auf den ersten 30 km, bereits von 300 m üN auf 1000 m üN begeben, nun ging es bergab zur Grenze.

Wir sind ein mega schönes und einsames Tal hinunter gefahren. Hier waren vor allem viele Kühe mit Glocken um den Hals. Es standen vielleicht eine Handvoll Häuser im Tal und es war unglaublich ruhig, so ruhig dass wir die Kuhglocken vom Gipfel im Tal hören konnten. Die Grenze war direkt hinter eine Brücke, der Fluss makierte also ganz klassisch die Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz.

Der nächste Berg wartet schon

Nun ging es hinter der Grenze auch direkt wieder in den Anstieg. Die Grenze lag auf ca. 620 m üN und der nächste Pass auf 1300 m üN, da lag etwas Arbeit vor uns. Der Anstieg zog sich auf etwa 19 km, bis wir den Co de la Vue des Alpes erreichten.

Eigentlich sind von hier die Alpen zu sehen, wie der Name schon sagt. Leider das Wetter an diesem Tag zu schlecht, obwohl es mittlerweile trocken geworden war, und man konnte die Alpen nur erahnen. Nun genossen wir die Abfahrt und da kam man auch schon mal auf eine Geschwindigkeit von über 70 km/h, mit Gepäck muss man sich da etwas fest halten, macht echt riesig Spaß.

Es ging fast nur noch bergab bis wir Neuchatel erreichten. Wir genossen nach einer Dusche noch den Blick auf den See.

Neuchatel
75 km und 1500 hm
75 km und 1500 hm

Etappe 6 - kurzes Stück und Pause

Von Neuchatel nach Saint Aubin Sauges

Heute - am fünften Tag wollten wir mal einen Tag Pause machen. Da Neuchatel halt eine Stadt ist, beschlossen wir uns einen ruhigeren Ort zu suchen und führen ganze 20 km bis nach Saint Aubin Sauges, was ebenfalls am Nachateller See liegt. Auch diese kurze Etappe, von nur 20 km, hat richtig Spaß gemacht. Sehr schöne Landschaften und wir sind sogar an einem schönen Schloss vorbei gefahren.

Als wir in Saint Aubin Sauges ankamen waren wir natürlich noch zu früh im Hotel zum einchecken. Wir konnten aber unsere Räder und unser Gepäck im Hotel abstellen und uns umziehen. Wir zogen direkt unsere Badesachen an, denn Heute war Badetag! Wir sind erst in den Ort gegangen und haben uns im Supermarkt Verpflegung gekauft und haben uns dann an den See gelegt.

Badetag

Dass tat richtig gut! Wir lagen mehrere Stunden am See, es war herrlich ruhig und das Wasser war eine Wohltat.

Der Tag Pause war eine richtig gute Idee, wir waren lange im See baden und haben uns am Abend entspannt. Zur nacht fing es dann wieder an zu regnen. Es zog Sturm auf und es gab Starkregen, aber wir saßen ja gemütlich im Hotel und das Wetter war ein guter Grund um früh zu schlafen.

So geht es im nächsten Artikel weiter

Wir besuchen Freddie Mercury in Montreux und dann geht es in Wallis, wo es wunderschön ist!

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