Dolomiten Gravel und Bikepacking Teil 6

Der Regen vom Vortag gehört der Vergangenheit an und bei bestem Wetter geht es Heute mitten durch die Dolomiten. Auf perfekten Radwegen und wunderschönen Gravel-Strecken. Für mich landschaftlich der schönste Streckenabschnitt.

Die Komoot Collection zur Reise findet Ihr hier: Bikepacking 2021

Etappe 12 - Durch die Dolomiten

Heute ging es für uns bei Calazo di Cadore los und unser Tagesziel sollte Bruneck sein. Ein Blick am Morgen auf die Höhenmeter zeigten bereits, dass es ein eher normaler Tag in den Bergen wird. Einiges an Höhenmetern, aber ohne irgendwelche schwierigen Pässe.

Einmal über den Berg in den Dolomiten
Einmal über den Berg in den Dolomiten

Es ging recht schnell hinter dem Ort auf eine schöne Rad-Route, die wir auch erst sehr spät verlassen sollten. Wir sind um 9:30 losgefahren und es war angenehm warm, es wurde aber sehr schnell richtig heiß. Bei aller bestem Wetter, ging es für uns Heute also durch eine der schönsten Landschaften Europas. Ich werde auf jeden fall wieder einmal in die Dolomiten fahren, dann aber wirklich zum Graveln und nicht nur zum Radreisen.

Trotz der malerischen Landschaft, gibt es genug ruhige Straßen in den Tälern, wenn man sich von der Hauptstraße fern hält. Die Radwege gingen immer oberhalb der Landstraße entlang, auf einer alten Bahntrasse. Immer wieder gab es kleine Ortschaften mit Cafés an denen man Pause machen kann.

Typisch für Fahrten auf alten Bahntrassen, ging es an diesem Tag auch noch durch diverse alte Tunnel, was immer besonders schön ist.

Radwege die fast zu sind um wahr zu sein.

Die Spuren des Regens

Es ging erst eine ganze Zeit auf diesen sehr komfortablen Radwegen oberhalb des Tals entlang, bevor sich unsere Route in eine wunderschöne Gravelstrecke verwandelte. Es ging mal durch den Wald und dann auf richtig groben Steinen weiter. Teils anspruchsvoll, teils auch sehr anspruchsvoll. Hier und da musste mal schon ganz schön aufpassen, damit man auf dem groben Gravel nicht ausrutscht. Die starken Regenfälle des Sommers hatten auch Ihre Spuren hinterlassen und man sah den Flüssen an, dass sie die letzten Tage und Wochen einiges an Geröll mitgenommen hatten.

Wir fuhren noch über den Passo Cimabanche, der sich allerdings nicht wie ein Pass anfühlte.

Passo Cimabanche
Passo Cimabanche

Marcus hatte während der Abfahrt noch einen Speichenbruch, zum Glück hat das Rad bis in den nächsten Ort gehalten. Dort wurde das Rad in einer Werkstatt repariert, während wir uns einen Kaffee gönnten. Es ging im Anschluss dann durch eine etwas mildere Landschaft bis nach Bruneck, wo unsere Heutige Etappe enden sollte.

90 km durch die Dolomiten

Von Bruneck nach Innsbruck

Heute sollte Marcus und meine letzte gemeinsame Etappe starten. Es ging von Bruneck nach Innsbruck. Für mich eine ganz besondere Tour, weil wir ein ganzes Stück gefahren sind welches ich schon kannte. Das Tal hinauf nach Sterzing kannte ich bereits, nur anders herum 😉

Es geht bis nach Sterzing die ganze Zeit sanft bergauf und ich muss gestehen, dass mich das ganz schön fertig gemacht hat 😂 Die ganze Zeit nur um die 20 km/h und man fühlt sich wie nach einem Sprint. Für etwas Abwechslung sorgten die Bahnunterquerungen auf dem Radweg. Hier stand noch das Wasser der letzten Wochen und wahrend andere Radfahrer davor standen und sich nicht trauten, sind Marcus und ich einfach da durch geprescht. Das Wasser stand schon sehr hoch und man musste etwas aufpassen, aber irgendwie war dass das Highlight des Tages.

Pause in Sterzing und rauf zum Brenner

Nachdem wir uns das Tal hochgearbeitet hatten, machten wir eine Pause im schönen Sterzing. Immer eine Reise und eine Pause wert 😍. In Sterzing traf ich noch einen bekannten, den ich 2018 auf der MSR kennengelernt hatte. Er war auch gerade auf Bikepacking Tour.

Den Brenner hinauf

Von der Südseite, ging es nun den Brenner hinauf. Aus dieser Richtung bin ich noch nie über den Brenner gefahren 🚴‍♂️ Ich erinnerte mich noch an die wunderschöne Abfahrt von vor zwei Jahren, nun ging es die lange und schöne Strecke hinauf. Der Brenner ist von der Südseite wunderbar über den Radweg zu bestreiten und man muss sich nicht über Autos auf der Straße ärgern. Das ganze dauert natürlich seine Zeit, aber die Steigungen halten sich in Genzen und die Landschaft ist mega schön 😍

Endspurt

Vom Brenner aus ging es noch 35 km weiter bis zu unserem Heutigen Ziel: Innsbruck! Wir legten noch eine Kuchenpause kurz hinterm Brenner ein um ein Hotel zu buchen. Größenteils ging es nur noch Bergab, bis zu den letzten 2 km. Ein Anstieg aus der HÖLLE. 2 km mit zwischen 10 und 20 %. Danach hatten wir uns das letzte Hotel auch wirklich verdient!

Wir nutzten noch das leere Schwimmbad im Hotel und ließen einfach mal die Seele baumeln. Das Hotel lag oberhalb von Innsbruck und wir genossen den schönen Ausblick.

Blick ins Tal bei Innsbruck
Blick ins Tal bei Innsbruck

Marcus buchte sich schon mal ein Ticket für die Heimreise am nächsten Tag und ich freute mich bereits auf den Achensee und die Waldfahrt runter zum Tegernsee 😍

112 km von Bruneck nach Innsbruck

Auf die letzten Etappen nehme ich Euch in meinem letzten Teil beim nächsten Mal mit!

Fazit der Etappen

Auf Bikepacking Reisen ist es immer wieder beeindruckend, wie sich die Vegetationen ändern können. Von den Dolomiten mit rauen Bergen und Felsen in das deutlich weichere Inntal in gerade zwei Tagen. Und dass alles aus eigener Kraft. Ich liebe die Berge und mit etwas mehr Gravel währen es bestimmt die schönsten Etappen meines Lebens geworden.

Auf jeden Fall, möchte ich noch mal in die Dolomiten und dort kräftig Graveln. Dann wird es mit der Versorgung bestimmt deutlich schwieriger, oder ich muss einfach mehr planen ;-), aber sehr gerne möchte ich diese wunder schöne Landschaft noch etwas genauer erkunden.

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