Bikepacking Teil 5 – Pause in Venedig und ab in die Dolomiten

Training und Touren Bikepacking Bikepacking Teil 5 – Pause in Venedig und ab in die Dolomiten

Wir befinden uns zur Zeit an der Adriaküste und fahren auf unserer Bikepacking Tour als nächstes in die Nähe von Venedig. Hier machen wir einen Tag Pause, bevor es für uns wieder in die Berge, genauer gesagt in die Dolomiten geht. Ich freu mich Euch mit auf meine nächste Etappe zu nehmen.

Die Komoot Collection zur Reise findet Ihr hier: Bikepacking 2021

Etappe 10 - An der Adria von Bibione nach Cavallino

Wir starteten in der Party-Hochburg von Bibione direkt nach dem Frühstück. Wir hatten uns unsere Route angesehen und um in die Lagune von Venedig zu kommen, mussten wir zuerst Richtung Norden fahren. Wir führen also eine Teilstrecke des Vortages erneut, bevor es nach Westen Richtung Lagune ging.

Es ging erneut an dem Müllberg vorbei, bevor es dann eine wirklich schöne Landschaft wurde. Flach, aber sehr schön. Meistens konnten wir kleine Nebenstraßen fahren und auch die etwas größeren Straßen waren kaum befahren. Außer dass es sehr heiß war, erinnerte die flache Landschaft sehr an meine Norddeutsche Heimat.

Die Mücken begrüßen uns in der Lagune

Je weiter wir uns Cavallino - unserem heutigen Ziel - näherten, desto mehr Mücken besuchten uns in den Pausen. So ist das eben in den Lagunen. Überall stehendes Gewässer bedeutet auch überall Mücken, dass sollten wir aber vor allem am Abend merken. Bereits kurz vor Cavallino wurden wir immer an Flüssen entlang geführt, wirklich schön. Überall entlang des Ufers standen mal größere und mal kleinere Yachten.

Stehende Gewässer bedeuten auch viele Mücken, dass sollten wir vor allem am Abend merken.

Wir haben es aber überlebt
Kurz vor Cavallino - Yachten am Fluss
Kurz vor Cavallino - Yachten am Fluss

Wir führen direkt zu dem von uns gebuchten Hotel. Das Hotel hatten wir ausnahmsweise schon am Vorabend gebucht, weil es nur noch sehr wenige Zimmer in der Gegend gab. In diese Gegend sind wir gefahren, weil Marcus seine Familie besuchen wollte, die hier gerade Urlaub machte. Unsere Räder haben wir in unser Zimmer in dem recht kleinen Hotel/Gasthaus gestellt und nachdem wir geduscht waren fuhren wir zum Campingplatz, wo die Familie von Marcus war.

Unsere Räder, fast mit im Bett
Unsere Räder, fast mit im Bett

Unwetter an der Küste

Fertig geduscht fuhren wir zum Campingplatz, wir wollten am Abend gemeinsam etwas essen gehen. Gegen 20:00 Uhr gingen wir zu einem Restaurant auf diesem MEGA Campingplatz. Diese Riesen-Campingplätze bei Venedig, kann man nicht mit normalen Campingplätzen vergleichen. Es gibt dort eine Einkaufsmeile, zwei riesen Wasserparks und weitere Angebote. Wir suchten uns ein Restaurant aus, bestellten und begannen zu essen.

Der Himmel zog sich die letzten 20 Minuten schon etwas zu und es war nun nicht mehr so hell, wie es eigentlich zu dieser Uhrzeit ist. Wir sagten noch optimistisch: Es wird schon nicht regnen! und 30 Sekunden Ballerte ein Mega Gewitter los, Sturzregen ergoss sich über die Tische an denen wir eben noch saßen und dann kamen Tischtennis große Hagelkörner vom Himmel. Wir waren alle etwas geschockt und viele Kinder weinten, weil sie einfach Angst hatten.

Das War der krasseste Hagelschauer, den ich je erlebt habe ...

Ray, Rennradfahrer

Nach ca. 15 Minuten war der Spuk vorbei, aufgegessen haben wir nicht mehr. Wir gingen sofort los um nachzusehen, ob das Vorzelt unserer Freunde Gehalten hat. Das Vorzelt war zusammengebrochen, aber unsere Räder - die an der Außenwand standen - hatten ein brechen der Stangen verhindert. Man muss ja auch mal Glück haben. Wir knipsten unsere Fahrradbeleuchtung an und richteten die Stangen erst mal wieder alle und im Anschluss räumten wir im Vorzelt etwas auf. Die Wege und Straßen auf dem Campingplatz standen alle unnter Wasser.

74 km bis Cavallino

Pause in Venedig

An dieser Stelle möchte ich natürlich nicht viele Worte verlieren, ein paar Fotos möchte ich trotzdem mit Euch teilen 😉

Es mein erster Besuch in Venedig und es war wirklich sehr interessant. Ein Besuch reicht dann aber auch 😉, gehen wir mal lieber wieder Fahrradfahren 🚴‍♂️

Etappe 11 - Dolomiten: Tausche Sonnencreme gegen Regenjacke

Heute ist es wieder eine dieser verrückten Etappen. Erste Hälfte glimmende Hitze und zweite Hälfte kräftiger Regen. Erste Hälfte durch die Tiefebene, zweite Hälfte einstieg in die Dolomiten. Der absolute Wahnsinn, sag ich Euch.

Ein letzter Ritt durch die Ebene von Venezien

In Cavallino ging es die Strecke zurück, die wir zwei Tage zuvor gekommen waren. Schön am Wasser entlang und die Gravel-Wege durch die Lagune.

Cavallino - Auf Holzstegen am Wasser
Cavallino - Auf Holzstegen am Wasser

Nach 30 km machten wir die erste Pause in San Donà die Piave um einen Cappuccino zu uns zu nehmen. Ich musste schon wieder meine Flaschen auffüllen, ich hatte bereits meine beiden 0,7L Wasserflaschen Ausgetrunken. Ich trinke in der Tat immer sehr viel.

Es ging weiter durch die Ebene und wir kamen sehr gut voran. Die Komoot Route war heute wieder exzellent. Unsere Strecke bot sowohl schöne Gravel Abschnitte, als auch Radwege direkt am Deich. Ja, richtig gelesen. Auch in Italien gibt es Deiche.

Fahrt auf dem Deich

Der nächste Zwischenhalt sollte in Vittorio Veneto sein, wo wir wieder ein Haltestelle mit der Bahn fahren wollten. Bis dahin fing es aber schon an kräftig bergauf zu gehen. Es tat sehr gut wieder in die Berge zu kommen.

Die Dolomiten

In Ponte nelle Alpi stiegen wir aus dem Zug und das Wetter war überhaupt nicht mehr schön 😩 Es regnete und anstatt es weniger wurde, wurde es immer mehr. Die Regenjacken wurden nun sofort angezogen und die letzten 40 km sollte es nur noch bergauf gehen. Dafür war ich aber richtig seelig wieder in den Bergen zu sein.

Bikepacking im Regen

Unser Heutiges Ziel war Pieve di Cadore, welches wir am frühen Abend erreichten. Als wir da waren, hörte es auch endlich auf zu regnen 😂. Pieve di Cadore ist ein sehr schöner kleiner Ort in den Dolomiten und bevor wir die Dusche genießen durften, gab es noch ein paar Kurven zu fahren.

Bikepacking in den Dolomiten

Auch wenn das Wetter Heute etwas schlechter wurde und einige Höhenmeter genommen werden mussten, es war eine richtig tolle Tour.

Hier ist für Heute Schluss mit meinem Bericht. Aber ich verspreche Euch, die nächste Etappe durch die Dolomiten bis nach Bruneck war sowas von schön, echtes Radler-Glück eben. Ich freue mich wenn ihr dann wieder kommt und meine kleine Geschichte weiter lest.

Echtes Radler-Glück ist in den Bergen zu finden

Mein Hirn spricht zu mir
128 km von Cavallino bis Pieve di Cadore

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