Bikepacking Teil 3 – Endlich Sonne, Berge und Seen

Training und Touren Bikepacking Bikepacking Teil 3 – Endlich Sonne, Berge und Seen

Nachdem wir auf unserer letzten Etappe bis zum Iseo See gekommen sind und den See und den schönen Ort am Abend genossen haben, starten wir Heute mit einer kurzen aber sehr knackigen Etappe bis zum Gardasee. Dort erwartet uns ein wunder schönes Hotel, welches wir uns aber erst mit Höhenmetern und Anstiegen auf Pilgerwegen verdienen müssen 😂

Hier war Heute mal wieder alles dabei! Von "wie wunder schön" bis, "im Ernst jetzt?" Jetzt soll es aber auch direkt losgehen.

Die Komoot Collection zur Reise findet Ihr hier: Bikepacking 2021

Etappe 5 - Kurz aber knackig

Jetzt soll es direkt losgehen ... Genau so war es auch am Tag der Etappe, übrigens der 28. Juli 2021. Schön heiß war es in der Lombardei, so heißt diese italienische Region nämlich. Die erste Steigung ging quasi direkt hinterm Hotel los. Zuerst entspannt aus dem Ort raus, bis es in die ersten Serpentinen auf der Landstraße ging.

Gravel auf dem Pilgerweg

Nach ca. 3 km die Serpentinen hinauf, ging es für uns rechter Hand auf einen Pilgerweg. Zuerst war der Pilgerweg noch befahrbar. Etwas Teer war über den sandigen Boden gegossen und der Untergrund war dadurch sehr gut, aber hinter der nächsten Kurve warteten dicke runde Steine im Boden auf uns. Da der Anstieg sehr steil war und die Haftung auf dem Boden einfach fehlte, mussten wir absteigen und schieben.

Durch die starken Regenfälle der letzten Tage waren die Steine teilweise ziemlich frei gespült, was das fahren und das schieben erschwerte.

Marcus nahm bald eine Abzweigung zurück auf die Straße und ich wollte noch ein wenig diesen Weg entlang. Wir verabredeten uns einfach auf dem Gipfel des Berges, wo die Wege wieder zusammen kommen sollten. Es ging ein kurzes Stück zu fahren, bevor ich wieder schieben musste. Kurz bevor ich am Gipfel ankam, wo Marcus wartete, kam ich noch einmal auf die Straße. Als ich gerade losgefahren war, flog mir eine Wespe unter die Brille stach mir direkt neben das Auge. Verdammt hat das gebrannt, ich habe geflucht, könnt ihr Euch ja sicher vorstellen. Ich kühlte den Stich mit Wasser und fuhr weiter. Der Stich brannte noch ungefähr fünf Minuten und dann ließ das Brennen nach. Zum Glück war der Stich bis zum Abend vergessen.

Weiter Richtung Gardasee

Wir fuhren nun weiter Richtung Garda See, unser Ziel sollte Heute oberhalb von Salò liegen. Also an der Süd-West Spitze des Garda Sees. Es ging erst noch ein paar schöne Straße entlang, bevor wir durch Borgo Bailo fuhren.

Wir hatten eigentlich erwartet, das Borgo Bailo ein schöner Ort mitten in den Bergen ist, weil er eigentlich schön im Tal gelegen ist. Leider war Borgo Bailo ein Ort der Industrie und überhaupt nicht schön. Im Durchfahren sah es eher so aus wie das Sibirien Italiens, naja ihr wisst schon was ich meine.

Flüsse, Wald und Berge

Nun wurde es aber wieder richtig schön! Es ging an wundervollen Flüssen entlang, immer auf Waldwegen, hier und da auch mal auf Straßen und durch schöne kleine Städte. Natürlich hatten wir auch noch den zweiten Anstieg mit drinnen, aber wenn Du weißt, dass es danach fast nur noch bergab geht, ist das in der Hitze ein Vergnügen. Naja, im nachhinein war`s schön 😂

Auf Gravel zum Ziel

Die letzten Kilometer sollten größtenteils auf Gravel durch die Hügel gehen und so war es auch. Auf wunderschönen wegen Richtung Garda See. Als unser Wahoo sagte, dass wir links abbiegen sollen, standen wir vor einem verschlossenen Tor. Gerade als wir bei Google Maps mal checken wollten was denn da los ist, öffnete sich das Tor. Wir sind dann einfach mal rein gefahren und wurden von zwei großen Hunden begrüßt. Der Besitzer kam aber kurz dahinter und meinte, dass hier kein Weg lang geht und dass dieses Grundstück privat ist. Er kannte auch nicht den Namen unseres Hotels, obwohl es nur noch 3 km entfernt sein sollte.

Wir fuhren nun also auf Feldwegen runter an den See nach Saló um anschließend wieder die Straße bergauf zu unserem Hotel zu fahren. Da die Etappe heute eher kurz war, war dass aber alles halb so wild. Oben angekommen erkannten wir sofort, dass sich die letzten Meter wirklich gelohnt hatten. Ein sehr schönes Hotel, mit einem Spitzen Ausblick.

Iseo See bis zum Garda See - 60 km und 1122 hm

Etappe 6 - Bikepacking Genuss in Südtirol

Marcus und ich hatten viel darüber gesprochen wie wir weiterfahren wollen. Er war bisher sehr zufrieden mit den Strecken und ich habe ihm wahrscheinlich etwas die Ohren vollgejammert 😂 Auch ich fand unsere bisherige Reise natürlich spitze, aber mir fehlten die schönen Radwege und die ruhigen Pausen auf den Fahrrad Raststätten.

So planten wir am nächsten Tag das Tal nach Südtirol hoch zu fahren und einen Abstecher ins Trentino zu machen.

Absprache muss sein

Nach einem sehr guten Frühstück - ich war mal wieder viel zu gierig - ging es für uns auf die Straße am Garda See. Wir wollten nach Toscolano-Maderno um dort auf die Fähre zu steigen. Als ob wir es geplant hätten, kamen wir genau Richtig und musste nicht lange auf die Abfahrt warten. Auf der Fähre ging es dann auf das andere Ufer nach Torri del Benaco. Unsere Route sollte uns nach wenigen Kilometern auf die Euro Velo Route führen.

Nach der Fähre ging es erst einmal am Ufer des Garda Sees entlang, bevor wir in Richtung Osten abbogen um auf die Rad-Rute zu kommen. Es ging über viele Gravel Wege zum teil steil bergauf, aber es war ein sehr schönes Gefühl von der Straße weg zu sein. Nach ca. 35 km kamen wir auf die Euro Velo Route und ich wusste, es geht jetzt sanft und nur auf Radwegen bergauf. An diesem Tag denke ich, war es auch für Marcus ein aha Erlebnis, dass man hier echt auf tollen Wegen Radfahren kann und kaum Kompromisse eingehen muss. Wir genossen die Hitze und die berühmten Fahrrad-Raststätten, die es hier alle 20 - 40 km gibt. Auch Brunnen zum Flaschen auffüllen, gibt es hier alles Naselang, eine Traum für Radfahrer.

Abstecher ins Trentino

Kurz vor Trento haben wir einen Abzweig Richtung Osten genommen, denn wir wollten ja nicht das ganze Tal hinauf. Nun ging es für uns noch mal ordentlich bergauf. Hier mussten auf unter 10 km noch mal über 500 hm gemacht werden. Wir hatten mittlerweile eine Unterkunft am Lago di Caldonazzo für uns gebucht. Nachdem wir erst am Ziel vorbei fahren mussten, weil Bahngleise verhinderten dass wir zu unserem Hotel kommen 😂 , haben wir es dann noch noch auf Umwegen zum Ziel geschafft. Unsere Räder bekamen ein eigenes Zimmer für sich 😂 und wir konnten nun auch unseres beziehen.

Nach einer ordentlichen Stärkung genossen wir dann auch unseren wohlverdienten Schlaf.

Vom Garda See bis zum Lago di Caldonazzo

Das war eine echte Genussetappe mit 117 km und 1030 hm. Wir haben beide die super Fahrrad Infrastruktur in Italien genossen und nach so schönen Radwegen möchte man in Zukunft auch weniger Abstriche in der Qualität der Route machen 🚴‍♂️

So geht es weiter

Auf unserer nächsten Etappe geht es wieder auf der Südseite raus aus den Bergen, denn wir wollen ja noch Richtung Venedig fahren. Davon könnt Ihr dann aber beim nächsten mal lesen.

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