Bikepacking Reiseziele – Urlaub mit dem Fahrrad

Training und Touren Bikepacking Bikepacking Reiseziele – Urlaub mit dem Fahrrad

Es ist Sommer und es ist Bikepacking Zeit. Auch trotz der Einschränkungen durch die anhaltende Pandemie, oder gerade deswegen, müssen wir einfach wieder raus. Berge, Wälder und endlose Gravelstrecken warten auf uns. Mir macht es schon immer sehr viel Spaß auf Touren rum zu denken, meine Vorfreude auf den nächsten Urlaub, daran möchte ich Euch teilhaben lassen.

Traumhafte Gravel Strecken
Traumhafte Gravel Strecken

In den letzten beiden Jahren, habe ich es immer geschafft einmal im Jahr mit dem Fahrrad auf Tour zu gehen. Ob nun im Sommer oder erst im Herbst, es war beide Male ein Erlebnis. Natürlich schaffe ich es auch mal zwischendurch ein Mikroadventure zu starten, aber so eine richtige Reise mit dem Fahrrad ist schon etwas ganz besonderes.

Meine Bikepacking Gedanken in diesem Jahr

Auch in diesem Jahr ist es mit der Urlaubsplanung besonders schwer. Corona ist immer noch unterwegs in Deutschland und dem Rest von Europa und das macht eine sichere Urlaubsplanung wirklich nicht leichter.

Wer meinen Blog häufiger besucht und meine Reiseberichte liest, der weiß dass ich immer mindestens einmal im Jahr in die Berge muss. Am liebsten eben in die Alpen und am aller liebsten fahre ich nach Italien. Ich fahre sowohl gerne mit dem Fahrrad nach Italien als auch in den Familien Urlaub, da passt für mich einfach alles zusammen. Temperaturen, Wetter, Landschaft, Essen und Menschen.

Deshalb steht Italien für mich in diesem Jahr natürlich wieder ganz oben auf der Liste. Mein ursprünglicher Plan war, dass ich mit dem Zug nach Pisa fahre und dann durch die Toskana und über die Alpen wieder soweit Richtung Norden zurück wie es eben geht. Jetzt habe ich mich aber dazu entschieden meine erste Urlaubswoche mit einem Freund zu fahren und die zweite Urlaubswoche dann alleine weiter. In der ersten Woche haben wir uns gemeinsam dazu entschlossen mit dem Zug bis nach Mailand zu fahren. Die Strecke ist 4 Stunden kürzer als bis nach Pisa und auch von dort aus kann man direkt in die Alpen.

Aber ich bin schon wieder viel zu schnell und zu konkret, ich gehe noch mal ein paar Schritte zurück damit ihr wisst was ich warum mache.

Mein neues Gravel Bike

Seit ein paar Wochen habe ich ein neues Gravel Bike, oder besser gesagt mein erstes Gravel Bike. Denn meine vorherigen Reisen habe ich ja immer mit meinem Crosser mit 25 mm Rennradreifen gemacht. In diesem Jahr habe ich also noch ein paar mehr Möglichkeiten und fahre natürlich auch ganz andere Strecken zu Beginn der Saison. Das ist sowohl eine Inspiration, als auch eine neue Freiheit.

ich benutze mein neues Gravel Bike jetzt schon die ganze Zeit als bike to work Bike und bin natürlich auch schon längere Strecken damit gefahren. Die längste war bisher eine Strecke des Orbit360

Da ich immer schon recht früh im Jahr damit beginne meinen Urlaub zu planen, denn Vorfreude ist die größte Freude, hatte ich aufgrund von Corona auch schon Alternativen rausgesucht. Zum Beispiel hätte ich mir auch gut vorstellen können in diesem Jahr einfach in Deutschland zu bleiben. Wir haben selbst hier im Norden in Schleswig-Holstein und Richtung Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg wunderschöne Landschaften und wunderschöne Strecken die sich zum krabbeln hervorragend eignen.

Natürlich hatte ich nie das Ziel aus den Augen verloren in die Alpen zu fahren und natürlich in mein geliebtes Italien, aber in diesen Zeiten braucht man ein Back-up Plan.

Fest steht aber dass aufgrund meines neuen Rades die Strecken auf jeden Fall deutlich Gravel lastiger werden.

Meine geplante Bikepacking-Tour

Erste Hälfte: Mailand bis Berchtesgarden

Erste Hälfte: Mailand bis Berchtesgarden
Erste Hälfte: Mailand bis Berchtesgarden

Los soll es für uns in Mailand gehen, mit der Bahn benötigt man von Hamburg nach Mailand ca 15 bis 18 Stunden. Natürlich möchten wir Morgens in Mailand sein, um

  1. Schnell aus der Stadt raus zu kommen
  2. Wir auch schon was vom Tag haben

Von dort aus geht es an den Coma See, immer am Wasser entlang und an der Nordspitze dann auf den Radweg des Flusses Adda. Wir fahren dann quasi von West nach Nord-Ost. Es am Fluss erst einmal nur leicht bergauf, bis es dann 100 km lang anzieht und in einem fast 80 km langen Finale am Stelvio Pass exzessiv wird. Einfach mal auf 2750 m rauf. Im Juli sollen da oben maximal 11°C sein, es müssen also ein paar warme Sachen mitgenommen werden. Im Anschluss geht es dann aber 100 km nur Bergab, die Belohnung für die Anstrengung lohnt sich dann doch 😉

Nach ca. 450 km werden wir die Grenze nach Österreich passieren und uns einem weiteren Höhepunkt nähern: Dem Großglockner! Der Großglockner wird mit seinen 2400 m auch eine Herrausforderung und die Anstiege sind (laut Komoot) steiler als am Stelvio.

Danach wird abgerollt, bis wir nach 616 km die Grenze nach Deutschland überqueren und 20 km später in Berchtesgarden sind. In Berchtesgarden wird mein Kollege Den Zug zurück nach Hamburg nehemen und ich fahre einfach weiter Richtung Norden, soweit mit meine Beine bringen wollen 🚴‍♂️

Für die 637 km haben wir uns sechs Tage Zeit reserviert, wenn nichts da zwischen kommt sollte dass machbar sein.

Zurück Richtung Hamburg

Wie schon erwähnt, werde ich dann Kurs auf Hamburg nehmen.

Ich habe mir bereits eine Route zusammen geklickt die mich von Berchtesgaden bis nach Leinefelde führt. In Leinefelde werde ich mir dann wieder den Leine-Heideradweg vornehmen. Ich bin das ganze schon mal als Microadventure gefahren nicht die komplette Strecke, aber den größten Teil der Strecke. Aber erst einmal geht es wie gesagt von Berchtesgaden nach Leinefelde dieses Mal möchte ich gerne Nürnberg umfahren, weil ich es dort die letzten Jahre nicht so gut fand. Die Stadt kostet so viel Zeit und ist dabei jetzt nicht gerade meine Lieblingsstadt geworden. Es geht dann wieder durch Bamberg und immer weiter Richtung Thüringen bis nach Leinefelde.

in Leinefelde ist die Quelle der Leine und von dort aus geht es dann weiter ziemlich flott immer am Bach entlang Richtung GötRingen. es geht auch noch mal durch Hannover durch bevor es dann auf Heide typische Radwege geht. Hier ist der Boden natürlich bekannt für die Heide, eher sandig aber die Landschaft ist Mega schön. 

wenn meine Beine es denn so wollen geht es dann für mich über Buchholz zurück nach Hause nach Hamburg.

Fazit

Alles in allem wird es auf jeden Fall eine sehr ambitionierte Reise mit vielen vielen Höhenmetern. Die erste Hälfte von Mailand bis nach Berchtesgaden ist 637 km lang und geht 8300 m Berg auf. Danach von Berchtesgaden nach Leinefelde sind es 605 km und es geht 4700 m Berg auf.
Der Leine-Heide-Radweg ist dann am Ende mit 352 km durch die Natur und 1100 Höhenmetern natürlich etwas entspannter.
ich freue mich schon total auf diese Reise und bin gespannt ob ich die Route noch ein wenig anpassen werde, im Moment bin ich aber sehr zufrieden damit.

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