Rennbericht – Schweriner Seen Jedermann-Radrennen 2017

Zum dritten Mal fand es statt und zum dritten mal war ich dabei: Beim Schweriner Seen Jedermann-Radrennen. In diesem Jahr fanden sich 600 Teilnehmer für die 91km lange Strecke durch die Lewitz an der Startlinie ein um sich miteinander zu messen.

Schweriner Seen Jedermann-Radrennen 2017

Zum dritten mal stand für mich das Schweriner Seen Jedermann-Radrennen im September im Kalender. Für die meisten Starter ist das Rennen Ende September immer das letzte Rennen der Saison und wie in jedem Jahr hat sich Schwerin mal wieder von seiner besten Seite gezeigt. nicht nur die Location ist ein Traum, auch das Wetter hat – wie auch schon in den Jahren zuvor – perfekt mitgespielt. Auch wenn es früh am Morgen im September natürlich noch frisch ist, hatten wir Sportler Sonne satt an diesem wunderschönen Samstag. Das Rennen ist auf Grund der Bundestagswahl am Sonntag extra auf den Samstag vorverlegt worden, sehr löblich von den Veranstaltern!

In den vergangenen Jahren bin ich immer alleine nach Schwerin gefahren und habe das Rennen dort allein bestritten. In diesem Jahr hatten zwei bekannte zugesagt mit zu kommen, diese sagten jedoch in der Woche vor dem Rennen aus unterschiedlichen Gründen ab. Egal! Alleine muss man sich mit niemandem abstimmen und ist komplett unabhängig. Vielleicht klappt es ja 2018 mal mit mehreren Leuten nach Schwerin zu fahren.

Anreise

Morgens um 5:00 Uhr klingelte mein Wecker Zuhause in Hamburg Eimsbüttel. Ich hatte am Abend zuvor bereits alles vorbereitet und musste mich also nur noch fertig machen. Schnell duschen, mit dem Hund raus, meine Tasche und das Rennrad in den Bully laden und schon ging es um 6:15 Uhr Zuhause los Richtung Schwerin. Auf dem Weg zur A24 wurde noch mal der Tank gefüllt, Kaffee und Brötchen geholt und dann ging es los. Ich liebe es im Auto zu Frühstücken. 7:40 Uhr kam ich in Schwerin im Alten Garten an meinem Stammparkplatz an. Der Parkplatz befindet sich direkt neben dem Veranstaltungsgelände des Schweriner Seen Jedermann-Radrennens und ist der ideale Ausgangspunkt. Leider stand ich vor einer verschlossenen Schranke, die den Weg auf den Parkplatz versperrte. Der Parkplatz sollte erst um 8:00 Uhr öffnen, irgendwas ist ja immer. Ich ging schon mal zur Akkreditierung und holte meine Startunterlagen ab, im Anschluss konnte ich dann auch auf den Parkplatz fahren und alles vorbereiten.

Rennen Vorbereitung

Schweriner Seen Jedermann-Radrennen 2017

Bevor ich mich umzog, beschloss ich erst einmal mein Rad fertig zu machen. Zuerst heftete ich die Startnummer an mein Trikot und dann sollte das Rad folgen. Für mein SpeedX Leopard Pro war es Heute ja ein Renn-Debüt, bisher hatte ich auch erst knappe 300km mit meinem neuen Aero Rennrad hinter mich gebracht. Als ich die Startnummer und Transponder an meinem Rad befestigen wollte, stand ich vor einem Problem. Aero-Rennrad = Aero Lenker und Aero Rahmen. Daran hatten die Veranstalter wohl auch nicht gedacht. Die Kabelbinder waren zu kurz für Lenker und Rahmen. Zum Glück fand ich noch einen Herren der längere dabei hatte. In Zukunft muss ich wohl selbst an sowas denken. Die Kabelbinder waren für meinen Rahmen aber auch nich lang genug, irgendwie bekam ich den Transponder aber noch fest – die Startnummer konnte man allerdings nicht mehr lesen, Fotos wird es wohl keine geben. Mein Rad hat ja auch keine externen Kabel verlegt, an denen ich es hätte befestigen können. Für moderne Rennräder müssen Veranstalter auf jeden Fall umdenken. Warum machen sie es nicht wie in Schweden? Auf der Vätternrundan klebte der Transponder einfach am Helm – wunderbar!

Rennverlauf

Pünktlich um 9:30 Uhr wurde das Rennen am Alten Garten, direkt vor dem Schweriner Schloß, gestartet. Der Start vor dem Schloß ist eher symbolischer Art, der echte Start erfolgte erst 6 km später und zwar fliegend. Ich hatte mich dieses Mal in der ersten Gruppe eingeordnet, denn ich wollte ganz vorne mitfahren. Es ging rasant los. Auf den ersten 35km hatte ich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 45 km/h und das tolle war: Ich habe mitgehalten! Heute ging richtig was, das merkte ich. Nachdem ich im letzten Jahr aber in einen Sturz geraten war – und das gerade mal 1 km vor dem Ende des Rennens – bin ich doppelt vorsichtig gefahren und habe meine Vordermänner keine Sekunde aus den Augen gelassen, dass war auch gut so! Nach ca. 35 km kam auf einem engen Streckenabschnitt ein Fahrer vor mir zu Fall. Ich reagierte sofort, ich hatte ja im letzten Jahr schmerzlich gelernt, und wich nach Rechts auf die Wiese aus, ich konnte ja nicht in das Fahrerfeld ausweichen und alle anderen gefährden. Ja, so macht man das! Mir ist zum Glück nicht passiert, doch leider war das Führungsfeld danach außer meiner Reichweite 🙁

Was soll’s, jammern gibt es nicht. Wieder rauf auf die Straße und weiter im Text. Ich sah die Führungsgruppe erst noch, wusste aber aus Erfahrung auch dass ich da nicht mehr rankomme. Die Gruppe hatte einen Pace von mind. 45 km/h und alleine war das nicht zu schaffen. Ich fuhr also die nächsten 15 km allein mit einem anstrengenden 35 km/h Schnitt, bis mich die nächste Gruppe einholte und ich mich einordnete. Von nun an lag mein Pace zwar immer noch um die 40 km/h und für meine Verhältnisse sehr gut, aber ich wusste es wäre an diesem Tag auch noch deutlich mehr gegangen. Vor allem wollte ich wissen, ob ich es schaffe die ganze Strecke im Peloton mitzufahren. An diesem Tag habe ich es aber nicht mehr erfahren, vielleicht beim nächsten Mal.

Von nun an fuhr ich in der zweiten Gruppe mit, ohne größere Anstrengung und ohne weitere Aufregungen.

Fazit

Das noch so junge Rennen in Schwerin gefällt mir immer noch. Es wird langsam etwas großer, von der Teilnehmerzahl her, aber es ist noch nicht zu groß. Denn gerade diese Sympathische Anzahl von Teilnehmern machen dieses Rennen für mich zu etwas besonderem, vielleicht gibt es ja noch mehr von diesen Rennen in dieser Größenordnung und ich habe sie nur noch nicht entdeckt, bis ich das nicht weiß bleibt das Schweriner-Seen Jedermann-Radrennen mein Lieblingsrennen. Auf die 100km Strecke sind gerade einmal 208 Fahrer auf die Strecke gegangen mit einer Zeit zwischen 2 Stunden und 8 Minuten und 3 Stunden und 42 Minuten. Die ersten 130 Teilnehmer waren aber nach 2 Stunden und 30 Minuten im Ziel, sehr ordentlich wie ich finde. An Hand der Finisher Zeiten könnt Ihr sehen, dass die meisten Starter sehr ambitioniert sind. Ich denke, dass liegt vor allem an der Länger der Strecke. 91km sind nicht viel und man kann – sofern man mit den Gruppen mithalten kann – voll rein powern.
Schweriner-Seen Jedermann-Radrennen 2018: Nicht ohne mich! Vielleicht schaffe ich es das nächste Mal ja ohne Zwischenfall in der Führungsgruppe ins Ziel. Ich bin mit meinem Pace (Durchschnittsgeschwindigkeit) natürlich sehr zufrieden, einen Schnitt von 41,2 km/h fahre ich ja auch nicht alle Tage. Allerdings hätte ich für mich selbst so gerne gewusst, ob ich es bis zum Ziel in der Führungsgruppe durchgehalten hätte. Schade, schade Schokolade – Hoffentlich beim nächsten Mal!

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