Ultra-Distanz-Rennen sind voll im Trend

Ultra-Distanz-Rennen jenseits der 300km gibt es immer mehr. Ob nun an einem Stück oder in Brevet Form mit kurzen Übernachtungen und dann eben mal mehrere Tausend Kilometer, Rennradfahrer suchen immer neue Grenzen und müssen mittlerweile nicht einmal mehr so weit fahren um an diesen Veranstaltungen teilzunehmen. Radmarathons, Bevets und Ultra-Distanz-Rennen gibt es mittlerweile überall in Deutschland.

Ich bin ja fast noch Rennrad Neuling. 2015 habe ich mit dem Rennrad fahren begonnen und am Ende meiner ersten Saison dachte ich noch, dass bereits 100km mich von Sattel reißen werden. In den letzten Jahren sind meine Strecken dann immer länger geworden, vor allem auch weil ich gemerkt habe was mir nicht gefällt: Radrennen unter 100km!

Radrennen bis 100km

Bei kurzen kurzen Renn-Distanzen bis 100km fahren leider viele Rennradfahrer mit die sich nicht wirklich benehmen können. Ich will auf keinen Fall arrogant klingen! Meiner Meinung nach geht es bei einem Amateurrennen nicht darum, ohne Rücksicht aus Verluste und um jeden Preis zu gewinnen. Es gibt meist viele Unfälle, die leider ausschließlich durch riskantes Fahren hervorgerufen werden. Nachdem ich 2017 das erste Mal an den City Nord Radrenntagen teilgenommen habe, weiß ich was ich nicht will. Wenn es andere reizt, super!

Aber man muss alles mal probiert haben um danach behaupten zu können man mag es nicht 😉

100km bis Marathon

Im Bereich 100km bis 250km gibt es Rennen, RTF und andere Veranstaltungen wie Sand am Meer. Bei Radrennen über eine Distanz 100km und mehr kann man sich mal so richtig reinhängen. Das schöne ist, dass man immer einen passenden Windschatten und die dazugehörige Gruppe findet um sich neuen Reizen auszusetzen, sich aber nicht komplett zu überfordern. Das eine RTF auch sehr sportlich sein kann, stellte ich bei der Vossy RTF 2017 fest, als ich mich plötzlich in einer 6er Gruppe mit sehr ambitionierten Rennradfahrern wiederfand und wir gemeinsam die 160km der langen Distanz runtergerissen haben.

300km Strecken

Die 300km Strecken sind für eingefleischte Ultra-Distanz und Brevet Fahrer wahrscheinlich nichts besonderes mehr, für mich war es 2017 allerdings das erste Mal, dass ich so eine Distanz am Stück zurücklegte. Im Juni 2017 war in nämlich in Motala/Schweden zur legendären Vätternrundan.

Ultradistanz-Rennen - Hier auf der Vätternrundan 2017

Ich hatte mich die Monate vor der Vätternrundan natürlich darauf vorbereitet und ich war ganz schön aufgeregt, aber gut aufgeregt, nicht nervös oder ängstlich. Irgendwie hatte ich im Gefühl, dass alles klappen würde. So war war es dann schließlich auch. Die Vätternrundan war ein klasse Erlebnis und ich habe mehr Lust auf sehr lange Strecken bekommen. Für dieses Jahr habe ich auch noch einige Langstrecken geplant, im Moment weiß ich zwar noch nicht ob mein Bandscheibenvorfall mir einen Strich durch die Rechnung macht, aber im Moment rechne ich maximal mit einem verzögerten Saisonstart.

In dieser Saison habe ich mehrere lange Distanzen geplant.

Mecklenburger Seen Runde (MSR300)

Auf der Mecklenburger Seen Runde, liebevoll auch MSR300 genannt, fährt man 300km auf der/um die Mecklenburger Seenplatte. Ich bin gespannt wie's wird, denn auf der MSR werden bestimmt nicht so viele Teilnehmer sein wie bei der Vätternrundan. Weniger Teilnehmer erhöhen den Schwierigkeitsgrad, weil weniger Windschatten. Mit der MSR300 möchte ich die Langdistanz-Serie für mich persönlich einläuten.

Burning Roads

Gerade einmal zwei Wochen nach der MSR300 geht für mich dann zu den Burning Roads nach Ochtrup. Ochtrup liegt kurz vor der Holländischen Grenze und bietet eine Marathon Strecke mit 330km und 3.000hm. Die Strecke führt durch die schönsten Ecken des Teutoburger Waldes, Osnabrücker Landes, Wiehengebirges und Tecklenburger Landes! Für mich alles Böhmische Dörfer, nein: Unbekanntes Territorium und deshalb auch ganz besonders reizvoll.

Wattwurm

Mitte Juli gibt es ein Event, welches ich ganz besonders lustig finde - Bei mir steht allerdings noch nicht fest, ob ich Zeit habe daran teil zu nehmen: Wattwurm 2018! Der Wattwurm ist ein One-Way Brevet, bei dem es darum geht von der Spitze des Wurmbergs in Braunlage/Harz bis nach Cuxhaven zu fahren. Die Strecke kann frei gewählt werden und somit gibt es auch keine feste Kilometer Zahl die ich Euch nennen könnte. Rechne ich auf Komoot jedoch die direkte Strecke aus, komme ich auf 324km. Dies ist bestimmt nicht die schönste, aber laut Komoot die direkte Strecke.

Hamburg-Berlin-Köln-Hamburg - HBK

Nur alle vier Jahre findet das deutsche Superbrevet Hamburg-Berlin-Köln-Hamburg (H-B-K) statt und 2018 ist es wieder soweit. Leider bin ich Anfang August im Urlaub und kann nicht mitfahren. Die Starter haben rund fünf Tage um die 1527km Strecke zu bewältigen. Richtig Top!

Habt Ihr noch weitere Langstrecken in Deutschland? Immer her damit!

Fazit

Egal ob 300km Strecken oder 1.500km Strecken, mittlerweile wird auch in Deutschland so ziemlich jede Lang-Distanz angeboten. Mich freut es und wenn mein Rücken wieder komplett fit ist, werde ich nicht mehr zu halten sein. Eines Meiner Ziele ist es 2019 oder 2020 das Trans Continental Race (TCR) zu fahren, einfach um zu schauen ob ich das packe.